Camila ist Ärztin und kommt aus Kolumbien. Nachdem sie ihr Medizinstudium beendet hatte, ist sie nach Leipzig umgezogen. Dort musste sie sofort im Krankenhaus arbeiten und gleichzeitig eine neue Sprache lernen. Beides zusammen war am Anfang eine große .
In Kolumbien hat sie fast alles draußen gemacht: joggen, Fahrrad fahren, Freunde im Park treffen. Sie war es , jeden Tag an der frischen Luft zu sein. In ihrem ersten Leipziger Winter saß sie dagegen nur in der Wohnung, und ihr war oft .
Zwischen Bogotá und Leipzig gibt es aber noch einen viel größeren : Die Menschen essen anders, arbeiten anders und planen anders. Die ganze ist eine andere. Einen Termin beim Arzt muss man hier zum Beispiel Wochen im Voraus machen – bekommt man keinen.
Im Krankenhaus arbeitet Camila mal morgens, mal abends, mal nachts. Sie hat also drei verschiedene . Nach zwölf Stunden Arbeit konnte sie sich abends nicht mehr auf die deutsche Grammatik . Deshalb hat sie im August einen Lehrer gesucht und eine gebucht. Seitdem sie sich jeden Morgen zwanzig Minuten mit der Sprache, bevor sie zur Arbeit fährt.
Ihre größte Sorge waren die Freunde. ging das aber ganz schnell: Auf dem Straßenfest, das jeden Sommer in ihrem Viertel , hat sie ihre Nachbarn kennengelernt. Sie bringen ihr Gemüse aus dem Garten, und sie kocht für alle kolumbianisch.
Die B2-Prüfung hat sie noch nicht gemacht. Aber sie weiß genau, wofür sie das Zertifikat braucht: Ohne B2 ist die Fachsprachprüfung . Nachdem sie B2 bestanden hat, will sie sofort weitermachen.